Ich trainiere jetzt schon seit 1992 in dieser Karateschule, angefangen als Weißgurt, wie jeder Neuling hier, und seit 1999 als Schwarzgurt.

Selbst bin ich schon seit 1994 als Übungsleiter (Sempai) in den Jugendmannschaften tätig, und habe hunderte Schüler kommen und gehen sehen.

Es passieren logischer Weise immer  lustige, kuriose, manchmal auch seltsame Dinge, die schon für eine Menge Gesprächsstoff und Gelächter gesorgt haben.

In dieser Rubrik Dojo-Story möchte ich einfach mal ein paar dieser Geschichten mit euch teilen.

  • Das Diskotief

    Weihnachtfeier in der Karateschule Gau-Algesheim.
    Wir sitzen nach dem wunderbaren Weihnachtsessen, natürlich von Caterer unseres Vertrauens, zusammen und halten uns die Bäuche, weil es mal wieder so superlecker war.
    Da zuckt plötzlich einer der Schüler zusammen und ruft: „Sensei, wir wollten doch einen Aperitif zusammen trinken, das haben wir total vergessen. Wie wär`s denn jetzt mit einem kleinen Digestif?“
    Einer der älteren Schüler beugt sich zu mir rüber und fragt: „ Diskotief? Is` des en neuer Cocktail? Den nehm` ich auch.“

     

    Und für die, die es bis heute noch nicht wissen:
    Ein Verdauungsschnaps, auch Digestif (von lateinisch digestio ‚Verdauung‘; französisch digestif, -ve ‚die Verdauung betreffend‘, auch ‚verdauungsfördernd‘), ist ein alkoholisches Getränk, das – im Gegensatz zum Aperitif – nach einer Mahlzeit getrunken wird.

    Wie wäscht man ein Gehirn.

    Die jungen Schüler  sitzen im Aufenthaltsraum und diskutieren wie man durch mentale Stärke einen Gegner beeinflussen kann.

    Es werden wilde Theorien über Gedankenmanipulation erörtert.

    Ein Mädchen, das die ganze Zeit still zugehört hat, fragt plötzlich in die Runde:

    „Wie wäscht man eigentlich ein Gehirn?“

    Antwort  vom Sempai: „30 Grad, auf links!“

    Erleuchtungsstrahler

    Trainingslager eine Woche Österreich- Lechtal.

    Ich liege vor meinem Bett und versuche verzweifelt meinen Kugelschreiber unter Bett rauszubekommen, da meine Arme nicht lang genug sind schaffe ich es alleine nicht.

    Ich klage mein Leid einem der Jungs, der mein Treiben beobachtet hat.

    „Kein Problem! Hast du mal nen Erleuchtungsstrahler?“

    (Für alle die, die auch aus einem anderen Kulturkreis kommen = Taschenlampe.)